Zwei Kirchen in einer:

20 Jahre ökumenisches Zentrum

Einmalig im deutschsprachigen Raum gilt das Ökumenische Zentrum „Emmaus“ in Bad Griesbach-Therme. Die Diözese Passau und der Evangelisch-lutherische Dekanatsbezirk Passau haben gemeinsam eine Kirche gebaut, die beiden Kirchen gemeinsam gehört.

Und nicht nur das. Sie wird auch von beiden Konfessionen gelebt. Schon seit 1980 wird die Kurseelsorge in Bad Griesbach von beiden Kirchen gemeinsam gestaltet. Die gute Zusammenarbeit der damaligen Kirchenvertreter – vor allem vom katholischen Pfarrer Alois Anetseder und seinem evangelischen Amtsbruder Martin Geisler – und ein Grundstück, das Alois Hartl kostenlos zur Verfügung stellte, trugen ganz wesentlich zur Entstehung des Ökumenischen Kurseelsorgezentrums bei. So wurde nach einer Bauzeit von 18 Monaten 1992 das Emmauszentrum eingeweiht.

Einmalig ist die architektonische Gestaltung, die Freiherr von Branca und Norbert Liebeck entworfen haben: Der in einem Halbkreis angelegte Kirchenraum wird von einem offenen „spanischen“ Glockenstuhl gekrönt. Neben dem Kreuzweg mit Bronzefiguren von Prof. Waldemar Otto, einem Apsisgemälde des Nürnberger Malers Oskar Koller und einem sprudelnden Kaskaden-Stein am Kircheneingang sind es vor allem die evangelische Vater-Unser-Kapelle und die katholische Sakramentskapelle mit einer Bronzefigur des Heiligen Bruder Konrads, die das Emmauszentrum so besonders machen.

Beeindruckend ist aber auch das kulturelle Programm: Von Führungen, Gesprächen, Meditationen, Lesungen und Vorträgen des ökumenischen Kurseelsorgeteams über Gottesdienste mit hochkarätiger musikalischer Umrahmung bis hin zu Konzerten mit internationalen Stars.

Infos und aktuelle Termine gibt es im Katholischen Pfarramt unter Tel. 92 00 38, im Evangelisch-lutherischen Pfarramt und unter Tel. 77 11 oder unter www.emmauskirche-bad-griesbach.de