Das Türkische Bad

Der Hamam ist in zwei Bereiche unterteilt. Über dem klassischen Grundrissquadrat wölbt sich eine große Kuppel mit dem für die islamischen Bäder typischen Glas oder Sternenaugen, die ein beruhigendes Licht in die Räume eindringen lassen.

Die Reise in den Orient beginnt mit einer kurzen Einführung in die Tradition und die Geschichte des Türkischen Bades. Eingehüllt in ein Pestemal (Lendentuch) tauchen Sie ein in die dampfende Wärme und Wohligkeit des Hamam. Aus einem Duftofen steigen wohlriechende Kräuterdämpfe empor. Der Zauber beginnt zu wirken. Der nächste Warmraum, der Sicaklik, lädt zum entspannten Verweilen ein. Hier schöpfen Sie heißes Wasser aus dem Mamorbecken und lassen es sanft über Ihren Körper fließen. Im Sicaklik befindet sich auch das 38 °C warme Entspannungsbecken. An diesen Raum schließen sich mehrere kleine Seitenräume an, die dem intensiven Schwitzen und den wiederholten Waschungen dienen.

Ein besonderer Höhepunkt ist die Seifen- und Rubbelmassage auf dem heißen Stein, eine angenehme und wohlige Behandlung, bei der Körper und Geist intensiv gereinigt werden.

Dabei werden Sie auch mit einem Waschhandschuh aus Ziegenhaar kräftig abgerubbelt, bis sich die oberste Hautschicht löst. Haare und Kopfhaut werden eingeseift, massiert und durchgeknetet. Ein mehrmaliges Einseifen und Nachspülen mit lauwarmem Wasser schließen den Badevorgang ab.

Eingehüllt in einen flauschigen Bademantel ruhen Sie sich abschließend im Camekan aus. Ein frischer türkischer Tee, Wasser, Obst, gesalzene Gurkenstücke und türkischer Joghurt tun das ihre, um Sie wieder zu erfrischen.